Anthroposophische Medizin
Die Anthroposphische Medizin ist eine Integrative Medizin. Sie verbindet schulmedizinsches Wissen und Kompetenzen mit dem ganzheitlichen Verständnis der Anthroposophie. Der Mensch wird darin als Zusammenklang von körperlich-funktionellen und seelisch-geistigen Dimensionen gesehen. Darin drückt sich die je einmalige Individualität jedes Menschen aus.
Krankheit resultiert in diesem Verständnis aus einem Ungleichgewicht dieser Dimensionen.
Gerade in der Hausarztmedizin wissen wir um die wichtigen Einflüsse von sozialem Umfeld, Sinnfindung im Leben, und der Möglichkeit zu Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung. Diese in die Behandlung miteinzubeziehen bzw. diese zu fördern, verstehe ich als wesentliches Element der Anthroposphischen Medizin.
Die Patientin, der Patient ist auf diesem Weg Partner:in in einem Entwicklungsprozess, der Ungleichgewichte wieder in neue Gleichgewichte zu wandeln vermag.
Dazu werden Heilmittel aus Pflanzen, Mineralien und aus dem tierischen Reich vewendet. Übende Verfahren wie Kunsttherapien und Heileurythmie fördern die gezielte Eigenaktivität im Behandlungsverlauf.
Die Grundlagen der Anthroposophischen Medizin wurden durch den Begründer der Anthroposophie, Dr. Rudolf Steiner, und der Ärztin Dr. med. Ita Wegman am Anfang des 20. Jahrhunderts gelegt. Generationen von Ärzt:innen, Therapeuti:innen und Pflegenden entwickeln diese Medizin, inklusive Forschung und Lehre, stetig weiter.